Derzeit sind vier Baustellen aktiv, zwei auf österreichischem und zwei auf italienischem Staatsgebiet. Über unseren interaktiven Trassenplan können Sie die Details der Baulose mit einem einfachen Klick abrufen. Wöchentlich aktualisieren wir die Vortriebsstände der einzelnen Tunnelbauwerke in den jeweiligen Baulosen. Eine grafische Darstellung zeigt den jeweiligen Baufortschritt.

Tulfes-Pfons

ALLGEMEINES ZUM BAULOS

Dieses Baulos mit einem Auftragsvolumen von 380 Mio. Euro wurde im Sommer 2014 an die Bietergemeinschaft Strabag/Salini-Impregilo vergeben. Im September 2014 begannen die Vortriebsarbeiten, welche bis zum Frühjahr 2019 laufen. Das Baulos beinhaltet den Ausbruch von ca. 38 Tunnelkilometern.

Das Baulos setzt sich aus mehreren Bauwerken zusammen:

  • Rettungsstollen Tulfes
  • Nothaltestelle Innsbruck
  • Haupttunnelröhren
  • Verbindungstunnel
  • Erkundungsstollen Ahrental-Pfons

AKTUELLE BAUARBEITEN

Rettungsstollen
Der Rettungsstollen wird entlang der bestehenden Eisenbahn-Umfahrung Innsbruck mit einer Länge von 9 Kilometern und einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 35 m² errichtet. Er wird von drei Stellen gleichzeitig im Sprengvortrieb aufgefahren: von Tulfes Richtung Westen (bereits abgeschlossen), vom Zufahrtstunnel Ampass Richtung Osten und Richtung Westen. Der Rettungsstollen wird im Sommer 2017 fertiggestellt.

Haupttunnelröhren
Der Vortrieb der Haupttunnel erfolgte im Sprengvortrieb nach der neuen österreichischen Tunnelbauweise. Der feierliche Vortriebsbeginn fand am 19.03.2015 im Beisein von EU-Kommissarin Violeta Bulc und der Verkehrsminister der 7 Alpenländer (Österreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Liechtenstein, Slowenien) statt. In diesem Abschnitt werden 3 km Haupttunnelröhren mit einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 70 m² gebaut.

Verbindungstunnel BBT – Umfahrung Innsbruck
Seit Sommer 2015 wird an den beiden Verbindungstunnel zwischen dem Brenner Basistunnel und der bestehenden Umfahrung Innsbruck gebaut. Die Verbindungstunnel werden im Sprengvortrieb mit einem Querschnitt von ca. 115 m² aufgefahren.

Erkundungsstollen
Das Baulos Tulfes-Pfons sieht die Errichtung des 15 km langen Erkundungsstollenabschnitts zwischen dem Knotenpunkt Ahrental und dem Gemeindegebiet von Pfons vor. Die 200 Meter lange offene Gripper Tunnelbohrmaschine (TBM) wurde am 26.09.2015 angedreht und arbeitet sich bis zum Frühjahr 2019 rund 15 km Richtung Süden vor.

VORTRIEBSDATEN VOM 17.07.2018

Rettungsstollen (fertig gestellt)
Vortrieb
9.700 m
Länge
9.700 m
Ausbruchsquerschnitt
35 m²

Haupttunnel
Vortrieb
6.927 m
Länge
7.773 m
Ausbruchsquerschnitt
70 m²

Verbindungstunnel (fertig gestellt)
Vortrieb
7.000 m
Länge
7.000 m
Ausbruchsquerschnitt
115 m²

Erkundungsstollen Ahrental-Pfons
Vortrieb
11.446 m
Länge
15.000 m
Ausbruchsquerschnitt
49 m²

Sicherheits- und Logistiktunnel
Vortrieb
2.001 m
Länge
2.800 m
Ausbruchsquerschnitt
115 m²
Übersichtsplan
Galerie

Wolf

ALLGEMEINES ZUM BAULOS

Dieses Baulos mit einem Auftragsvolumen von 104 Mio. Euro ist im Herbst 2013 an die Bietergemeinschaft Swietelsky/Swietelsky Tunnelbau vergeben worden. Die Vortriebsarbeiten am Zufahrtstunnel Wolf begannen am 4. Dezember 2013.

Die Arbeiten an diesem Baulos laufen bis Ende 2017. Das Baulos beinhaltet nicht nur die Errichtung des Zufahrtstunnels Wolf und einen Teil des Erkundungsstollens, sondern auch eine Reihe von logistischen bzw. sicherheitstechnischen Bauwerken für den Deponiebereich im Padastertal.

Zum Baulos gehören:

  • Zufahrtstunnel Wolf (abgeschlossen)
  • Erkundungsstollen Wolf (abgeschlossen)
  • Innenschale Saxenertunnel (abgeschlossen)
  • Umleitungsstollen Padasterbach (abgeschlossen)
  • Schutterstollen (abgeschlossen)
  • Geschiebesperre Padastertal (abgeschlossen)
  • Einlaufbauwerk Padasterbach (abgeschlossen)
  • Innenschale Padastertunnel (abgeschlossen)

AKTUELLE ARBEITEN

Zufahrtstunnel Wolf und Erkundungsstollen

Der 3.257 Meter lange Zufahrtstunnel Wolf mit einem Ausbruchsquerschnitt von 120 m² wurde von Dezember 2013 bis November 2015 im Sprengvortrieb ausgebrochen. Er überwindet einen Höhenunterschied von 400 Metern und endet in einer Abzweigekaverne mit einem Ausbruchsquerschnitt von 280 m² südlich von St. Jodok. Derzeit wird im Zufahrtstunnel die Sohle ausgebaut und die Betonfahrbahn errichtet.

Beim Baulos Wolf 2 wurden zudem ein 1,2 Kilometer langer Erkundungsstollen Richtung Brenner (Süden), eine Abzweigekaverne sowie Verbindungstunnels errichtet.

Erkundungsstollen Wolf (fertig gestellt)
Vortrieb
1.200 m
Länge
1.200 m
Ausbruchsquerschnitt
49 m²

Zufahrtstunnel Wolf (fertig gestellt)
Vortrieb
4.000 m
Länge
4.000 m
Ausbruchsquerschnitt
120 m²
Übersichtsplan
Galerie

Mauls 2-3

ALLGEMEINES ZUM BAULOS

Von Oktober 2011 bis zum Sommer 2015 wurden hier im Baulos „Periadriatische Naht“ 3,7 km Haupttunnelröhren und 1,5 km Erkundungsstollen ausgebrochen. Die Durchörterung der Periadriatischen Störungszone, einer der größten geologischen Störungszonen der Alpen, verlief problemlos. Mit dem Abschluss der Arbeiten waren die logistischen Voraussetzungen für das anschließende Baulos „Mauls 2-3“ geschaffen. Die Arbeiten für dieses Baulos, welches mit einem Auftragsvolumen von 993 Mio. Euro an die Bietergemeinschaft Astaldi S.p.A., Ghella S.p.A., Oberosler Cav Pietro S.r.l., Cogeis S.p.A. und PAC S.p.A. vergeben wurde, begannen im September 2016. Es handelt sich dabei um das größte Baulos im Projektgebiet.

 

Die Arbeiten erstrecken sich vom Baulos „Eisackunterquerung“ im Süden bis zur Staatsgrenze im Norden. Im Laufe der 7-jährigen Bauzeit werden 39,8 Kilometer Fahrtunnel und 14,8 Kilometer Erkundungsstollen vorgetrieben, ebenso wie die Nothaltestelle Trens mitsamt Zufahrtstunnel, und die Querschläge zwischen den Hauptröhren im Abstand von je 333 Metern. Insgesamt werden 65 Tunnelkilometer ausgebrochen. Nach Fertigstellung dieses Bauloses sind alle Vortriebsarbeiten auf italienischer Seite abgeschlossen.

AKTUELLE BAUARBEITEN

Zufahrt Nothaltestelle Trens

Die Sprengarbeiten für die Verbindung des Zufahrtstunnels Mauls mit der zukünftigen Nothaltestelle Trens haben im Dezember 2016 begonnen. Der 3,8 km lange Tunnel mit einem Querschnitt von ca. 80 m2 wird voraussichtlich bis 2021 ausgebrochen werden.


Erkundungsstollen

Der bergmännische Vortrieb des Erkundungsstollens in Richtung Norden wurde am 13. Februar 2017 wieder aufgenommen. Nach 0,6 km wird für den restlichen Vortrieb bis zur Staatsgrenze eine Tunnelbohrmaschine (TBM) eingesetzt. Die Vortriebsarbeiten laufen voraussichtlich bis Ende 2021.


Haupttunnel

Seit 13. März 2017 wird an den Hauptröhren in Richtung Norden gebaut. Der Vortrieb erfolgt zu Beginn bergmännisch, bis im Bereich vor der zukünftigen Nothaltestelle Trens Montagekavernen für die TBMs errichtet werden. Ab dort erfolgt der Vortrieb bis zur Losgrenze im Norden, welche voraussichtlich in den ersten Monaten 2022 erreicht werden wird, mittels TBM.

Der Vortrieb der Haupttunnel in Richtung Süden wurde am 03. April 2017 aufgenommen. Die südliche Losgrenze soll Mitte 2020 erreicht werden.

VORTRIEBSDATEN VOM 17.07.2018

Zufahrtstunnel zur Nothaltestelle
Vortrieb
1.730 m
Länge
3.797 m
Ausbruchsquerschnitt
80 m²
Haupttunnel
Vortrieb
4.823 m
Länge
39.856 m
Ausbruchsquerschnitt
85 m²
Erkundungsstollen
Vortrieb
1.363 m
Länge
14.758 m
Ausbruchsquerschnitt
35 m²
Sicherheits- und Logistiktunnel
Vortrieb
456 m
Länge
6.930 m
Ausbruchsquerschnitt
26-56 m²
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Eisackunterquerung

ALLGEMEINES ZUM BAULOS

Das südlichste Baulos des Brenner Basistunnels mit einem Auftragsvolumen von 303 Mio. Euro wurde im Oktober 2014 an die Bietergemeinschaft RTI Salini-Impregilo S.p.A., Strabag AG, Strabag S.p.A., Consorzio Integra und Collini Lavori S.p.A. vergeben. Mit diesem Baulos wird der Brenner Basistunnel mit der bestehenden Brennereisenbahn und dem Bahnhof Franzensfeste verbunden. Insgesamt werden 4,5 km Haupttunnel und 1,2 km Verbindungstunnel realisiert. Die Arbeiten sollen Ende 2022 abgeschlossen sein.

Der Großteil der Arbeiten in diesem Baulos findet im Lockergestein des Talbodens statt. Deshalb sind eine Reihe von Maßnahmen notwendig sind um dieses zu verfestigen, bevor mit dem Ausbruch der Tunnel begonnen werden kann. Unter anderem wird die Verfestigung des Bodens unter Einsatz des sogenannten Jet-Groutings durchgeführt.
Nach Abschluss der Verfestigung werden 4 Schächte gegraben, durch welche die Tiefe der Tunnelröhren in ca. 20-25 Metern unterhalb der Oberfläche erreicht wird. Ausgehend von dort erfolgt der bergmännische Vortrieb der Haupt- und Verbindungstunnel.

Im Zuge dieses Bauloses werden die Autobahn, die Staatsstraße, die Bahnstrecke und der Eisack unterquert. Bei der Unterquerung des Flusses kommt eine weitere Verfestigungstechnik zum Einsatz: die Vereisung.

AKTUELLE BAUARBEITEN

Bis Ende 2016 wurden in vorbereitenden Arbeiten die Staatsstraße SS12 verlegt, zwei Brücken und eine Unterführung der Brennerbahn errichtet und eine direkte Anbindung an die Autobahn geschaffen. So können sowohl An- als auch Abtransporte direkt über die Autobahn erfolgen und der Verkehr wird nicht durch die umliegenden Ortschaften geleitet.

In der aktuellen Bauphase (Hauptbauphase 1) laufen die Arbeiten für die Errichtung der 4 Schächte, welche den Zugang zu den Ortsbrüsten der Unterquerungstunnel des Eisack ermöglichen. Ausgehend vom Zufahrtstunnel auf der rechten Talseite erfolgt ein Teil des bergmännischen Ausbruchs der Haupt- und Verbindungstunnel.

Als vorbereitende Maßnahme für die Verlegung der Bestandsstrecke in der nächsten Bauphase werden Hangsicherungs- und Erdbewegungsarbeiten durchgeführt.

VORTRIEBSDATEN VOM 17.07.2018

Haupttunnel
Vortrieb
2.372 m
Länge
4.478 m
Ausbruchsquerschnitt
60-150 m²
Verbindungstunnel
Vortrieb
531 m
Länge
1.186 m
Ausbruchsquerschnitt
60-80 m²
Querschläge
Vortrieb
96 m
Länge
170 m
Ausbruchsquerschnitt
35-45 m²
Zufahrtstunnel (fertig gestellt)
Vortrieb
192 m
Länge
192 m
Ausbruchsquerschnitt
65 m²
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