Die Baustelle „H53 Pfons-Brenner“ meldet einen weiteren bedeutenden Fortschritt: Die Tunnelbohrmaschine Olga hat offiziell die 4-Kilometer-Marke ihrer Vortriebsstrecke im Haupttunnel Ost erreicht. Die am 18. September 2024 gemeinsam mit ihrer „Zwillingsschwester“ Wilma in Betrieb genommene TBM hat damit bereits mehr als die Hälfte ihrer Gesamtstrecke von gut 7,6 Kilometern in Richtung Norden zurückgelegt. Angesichts der noch zu vortreibenden 3,6 Kilometer rückt das Ziel für diese TBM langsam in greifbare Nähe.
Olgas Fortschritt ergänzt die bereits von Wilma erzielten Ergebnisse, die in den vergangenen Wochen ihrerseits die 5-Kilometer-Marke ihrer Vortriebsstrecke im Haupttunnel West erreicht hatte. Gemeinsam haben die beiden „Gigantinnen im Berg“ bis dato mehr als neun Tunnelkilometer vorgetrieben. Die Fertigstellung der insgesamt rund 15 Kilometer durch die beiden TBM - von denen nur noch weniger als 6 km vorzutreiben sind - bedeutet das Ende der maschinellen Vortriebsarbeiten für das gesamte Baulos Pfons-Brenner. Dieser Moment ist aber nicht nur für dieses Baulos von großer Bedeutung: Da es sich um die letzten beiden TBM handelt, die noch beim Projekt Brenner Basistunnel im Einsatz sind, wird die Ankunft von Wilma und Olga an ihrem Ziel den endgültigen Abschluss aller maschinellen Vortriebsarbeiten des gesamten grenzüberschreitenden Bauvorhabens markieren.
Diese außergewöhnliche ingenieurtechnische Leistung ist eng mit der menschlichen Dimension verbunden, die symbolisch durch die Wahl des Namens der Tunnelbohrmaschine zum Ausdruck kommt. Elisabeth Wolf, Patin der TBM Olga, wollte die Bedeutung des Namens Olga (die „Gesegnete“) die Einzigartigkeit dieser Herausforderung unterstreichen: Es ist genau dieser Segen, der die Arbeiter tief im Gebirge jeden Tag beschützt und es ihnen ermöglicht, so außergewöhnliche Leistungen zu vollbringen. In diesem Sinne schreitet das Projekt BBT gut voran, um die für das Jahr 2026 erwarteten, wichtigen Ergebnisse zu erzielen.