Die neue Straßenverbindung zwischen der Staatsstraße 12 und der Ortschaft Riol ermöglicht eine effizientere und sicherere Mobilität für die Anwohner:innen.
Heute, am Freitag, dem 7. August um 9:00 Uhr, wurde die neue Zufahrtsstraße zur Fraktion Riol in der Gemeinde Franzensfeste offiziell für den Verkehr freigegeben.
Gleichzeitig wurde die alte Unterführung für den Durchgangsverkehr gesperrt, um die Arbeiten für deren teilweisen Abbruch und Wiederaufbau zu ermöglichen. Diese sind erforderlich, um die Unterführung an die neue Hochleistungs- und Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke anzupassen. Nach Abschluss der Arbeiten wird das alte Bauwerk aufgewertet und ausschließlich dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten sein.
Das Bauwerk ist Teil des Bauloses H81, das Anfang 2025 von der Projektgesellschaft Brenner Basistunnel - BBT SE gestartet und an die Bietergemeinschaft Unionbau-Brunner & Leiter vergeben wurde. Mit dem heute freigegebenen Bauabschnitt wird das erste Teilbaulos des Projekts mit einer Gesamtlänge von rund 330 Metern abgeschlossen.
Um die neue Straßenunterführung unter den historischen Eisenbahnlinien der Bahnstrecken des Brennerkorridors und des Pustertals zu errichten, ohne den Zugverkehr zu blockieren, kam eine fortschrittliche Technik zum Einsatz: Seitlich der Gleise wurde eine große, 2.700 Tonnen schwere Betonstruktur gebaut und anschließend mit Hydraulikstempeln unter die Bahnlinie geschoben. So wurde südlich des 2023 fertiggestellten Abschnitts „H71 Eisackunterquerung“ eine effizientere und sicherere Verbindung zwischen der Staatsstraße 12 und der Ortschaft Riol geschaffen.
„Für die Gemeinschaft von Franzensfeste und insbesondere für die Bewohner:innen von Riol ist dies eine lang erwartete Wende“, erklärt Thomas Klapfer, Bürgermeister von Franzensfeste: „Die neue Verkehrsführung beseitigt die Unannehmlichkeiten der Vergangenheit und erhöht die Sicherheit der Zufahrt zur Fraktion. Dank der engen Zusammenarbeit mit BBT SE und den Unternehmen konnten wir auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung eingehen, die Auswirkungen der Baustellen reduzieren und der Region eine moderne, integrierte Infrastruktur zurückgeben.“
Martin Ausserdorfer, Direktor des Konsortiums Beobachtungsstelle für den Bau des Brenner Basistunnels und der südlichen Zulaufstrecke: „Die neue Straßenverbindung zeigt, wie sich Infrastrukturen in Harmonie mit den realen Bedürfnissen der durchquerten Gebiete entwickeln können. Das kontinuierliche Monitoring und die Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Gemeinden, der BBT SE und den Bauunternehmen ermöglichen es, die Investitionen in die Eisenbahn in spürbare Vorteile für die lokale Mobilität und Sicherheit umzusetzen.“
„Die heutige Eröffnung ist bedeutend für die Sicherheit und Effizienz der lokalen Verkehrsführung“, erklärt Umberto Lebruto, Vorstand der BBT SE auf italienischer Seite. „Dank großartiger Teamarbeit haben wir dieses komplexe Bauwerk fertiggestellt und die Unannehmlichkeiten für die lokale Bevölkerung auf ein Minimum reduziert. Nun konzentrieren wir uns auf die Umwandlung der alten Unterführung in einen modernen, sicheren Geh- und Radweg.“
Die Gesamtmaßnahme im Wert von rund 13 Millionen Euro umfasst neben dem heute für die Öffentlichkeit freigegebenen Unterführungsprojekt auch die Verlängerung und Verbesserung der bestehenden Fuß- und Radfahrerunterführung.
Das Bauwerk optimiert die lokale Verkehrsführung und garantiert erstmals eine direkte Zufahrt für Einsatzfahrzeuge. Diese Maßnahme erhöht die Sicherheit für alle Einwohner:innen von Riol spürbar und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur neuen Eisenbahnstrecke Verona-Brenner.
Das Projekt setzt zudem auf ökologische Nachhaltigkeit. So wird das Aushubmaterial fast vollständig wiederverwendet, um einen Wall aus bewehrter Erde zu errichten - eine grüne Barriere, die das Bahnareal vom Wohngebiet trennt und dank einer großen Auswahl an Pflanzenarten die lokale Biodiversität bereichern wird.
Ein großer Dank geht an alle betroffenen Anrainer:innen für ihr Verständnis angesichts der Belastungen während der Bauarbeiten.