Am Samstag den 26.09.2026 öffnete die BBT SE ihre ehemalige Baustelle Eisackunterquerung in Südtirol.
Erstmals konnte heuer auch die RFI-Baustelle „Forch“ des Südzulaufs besichtigt werden.
Rund 2.500 Besucherinnen und Besucher nutzten dieses Jahr wieder die Gelegenheit, das Infrastrukturprojekt Brenner Basistunnel (BBT) und des Südzulaufs aus nächster Nähe zu erleben und einen Blick unter die Oberfläche zu werfen. Sie konnten dort Bereiche besichtigen, die sonst normalerweise ausschließlich ArbeiterInnen und Fachleuten zugänglich sind. Die Begeisterung war besonders bei den jüngsten Gästen zu spüren, die sich vom abwechslungsreichen Familienprogramm mit Spiel und Spaß beeindruckt zeigten.
Schauplätze waren das ehemalige Baulos Eisackunterquerung bei Franzensfeste mit dem Südportal sowie die fertiggestellten Tunnelabschnitte vor Ort. Ein besonderes Highlight war dabei die Möglichkeit, die Eisenbahnröhren auf einer rund 300 Meter langen, eben verlaufenden Strecke selbstständig zu begehen. Informationsstände und ExpertInnen des BBT standen dort für Fragen zur Verfügung und vermittelten Wissenswertes über die technischen Besonderheiten des Großprojekts.
Erstmals auch Einblicke in den Südzulauf
Eine Premiere gab es mit der Öffnung der Baustelle „Forch“ von Rete Ferroviaria Italiana (RFI). Damit wurde der Blick erstmals auch auf einen wichtigen Abschnitt der Südzulaufstrecke zum Brenner Basistunnel gelenkt.
Fachkundige MitarbeiterInnen der RFI, FS Engineering und der BBT-Beobachtungsstelle informierten über die laufenden Arbeiten, die technischen Herausforderungen und die Bedeutung des südlichen Zulaufs für die zukünftige Bahnverbindung am Brennerkorridor.
Tunnel einmal anders erleben
Neben den Baustellenbereichen erwartete die BesucherInnen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ein immersives Videoerlebnis vermittelte die Dimensionen des Tunnels und nahm das Publikum mit in die unterirdische Welt. Besonders Interessierte hatten zudem die Möglichkeit, an einer geführten Tour zur Baustelle Mauls teilzunehmen.
Speziell für Kinder wurde viel geboten: Sationen rund um die Themen Tunnel und Eisenbahn luden zum Spielen und Entdecken ein.
Im Festzelt sorgte die Freiwillige Feuerwehr für die Bewirtung und damit für die passende Stärkung zwischen den einzelnen Programmpunkten. Auch die Sicherheit vor Ort war dank der Präsenz der Blaulichtorganisationen sichergestellt.
Informationen aus erster Hand gefragt
Der Tag des offenen Tunnels zeigte eindrucksvoll, wie viele Facetten hinter dem Bau des Brenner Basistunnels und seiner Zulaufstrecke stecken. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Gelegenheit zum direkten Austausch zwischen Bevölkerung, Fachleuten und den am Bau beteiligten Organisationen.
Mit der Öffnung der RFI-Baustelle „Forch“ wurde der Blick in diesem Jahr erstmals über den eigentlichen BBT hinaus erweitert. So konnten die Gäste nicht nur einen bereits fast fertiggestellten Abschnitt des Projekts kennenlernen, sondern auch einen Eindruck davon gewinnen, wie südlich von Franzensfeste Schritt für Schritt der Zulauf entsteht.
Letzlich begeisterte die BesucherInnen an diesem Tag die Leistungsfähigkeit dieser Infrastruktur, welche künftig den Transit und den Reiseverkehr zwischen Italien und Österreich nachhaltig verändern wird.