Sicherheit ist nicht nur eine Vorschrift, sondern hat beim Bau des Brenner Basistunnels oberste Priorität. Am 6. Februar fand eine wichtige gemeinsame Übung der Baulose H41 Sillschlucht-Pfons und H53 Pfons-Brenner statt. Dabei wurden die Rettungsabläufe bei einem Ereignisfall unter Tage getestet.
Das Szenario: Notfall im Sektor „Iris“
Im Baustellenbereich „Iris“ wurde ein realistisches Notfallszenario in Form eines Verkehrsunfalls mit mehreren Verletzten simuliert. An diesem Einsatz waren die Feuerwehr und die Rettungsdienste aktiv beteiligt, die gemeinsam die sehr komplexe Simulation zu bewältigten hatten.
Die Hauptziele dieser Übung: Einerseits sollte die Rettungskette überprüft werden, indem die Reaktionszeiten und die Wirksamkeit der Kommunikationsprotokolle beobachtet wurden. Andererseits sollte die Übung die Synergien zwischen den Baustellenteams und den externen Rettungskräften festigen. Dies ist für ein optimales Krisenmanagement von entscheidender Bedeutung.
Die Komplexität von Untertageeinsätzen
Einsätze im Tunnel zählen zu den größten Herausforderungen im Infrastrukturbereich. Die Umweltbedingungen und der begrenzte Raum erfordern eine einwandfreie Vorbereitung. Christian Schwarz, einer der stellvertretenden Projektleiter im Baulos H41 Sillschlucht-Pfons, bestätigt die entscheidende Bedeutung dieser Trainingsmomente: „Sollte es tatsächlich zu einem Ereignis kommen, wissen die Feuerwehr und alle Arbeiter genau, wie sie sich zu verhalten haben. Deswegen machen wir diese Übungen.“
Das Projekt BBT sieht für alle Baulose regelmäßige Übungen vor. Nur durch ständiges Training kann ein schnelles, präzises und koordiniertes Handeln gewährleistet werden, um die Menschen zu schützen, die täglich an der Realisierung dieses außergewöhnlichen Bauwerks arbeiten.