12.08.2026

DIE LETZTEN METER FÜR WILMA: DIE ÖSTERREICHISCHE TUNNELBOHRMASCHINE STEHT KURZ VOR DEM ZIEL

Nach dem Durchschlag zwischen Italien und Österreich, am 28. Juli, steht bereits das nächste Etappenziel bevor: die Tunnelbohrmaschine Wilma ist auf der Zielgerade und bricht die letzten Meter der Weströhre aus.

Seit dem Durchschlag an der Staatsgrenze, fehlen nur mehr wenige Kilometer Tunnelausbruch bis zur Fertigstellung der beiden künftigen Eisenbahnröhren: zwei kurze Tunnelabschnitte im Baulos H53 Pfons-Brenner, an denen derzeit die Tunnelbohrmaschinen Wilma und Olga arbeiten.
Im Fall von Wilma ist Endspurt angesagt. Vor der Maschine liegen nur noch rund 100 Meter. Danach erreicht sie ihr Ziel, die Grenze zum Nachbarbaulos H41 Sillschlucht-Pfons – jene Baulosgrenze, an der letztes Jahr bereits die beiden Bohrmaschinen Ida und Lilia angekommen sind. 
Im Zielbereich der TBM befindet sich eine große Kaverne, die einen möglichst effizienten Abbau der TBM ermöglicht. 

TBM Wilma in Zahlen
Sehen wir uns einige Daten zu Wilma im Detail an. Die Tunnelbohrmaschine ist 180 Meter lang, ihr Bohrkopf hat einen Durchmesser von 10.37 Metern und sie wiegt 2.700 Tonnen. Am Ende ihrer Reise wird sie etwas mehr als 7.4 Kilometer in Richtung Innsbruck entlang der Weströhre zurückgelegt haben – doch das ist nicht alles. Auf dieser abenteuerlichen Reise, bei der sie die Störzonen Heidi und Jana durchquerte, hat Wilma bereits rund 23.000 Tübbinge verbaut, was mehr als 3.800 Ringen entspricht (jeder Ring besteht aus sechs Tübbingen). Ihr Einsatz beschränkte sich also nicht nur auf den einfachen Vortrieb in Richtung Norden, sondern leistete auch einen entscheidenden Beitrag zur Innenauskleidung und Sicherung des Tunnels.

Wilma die Willensstarke
Helga Morandell, die Namensgeberin der Maschine, hatte uns bereits bei der Andrehfeier am 18. September 2024 die Beweggründe für die Wahl des Namens dieser Tunnelbohrmaschine offenbart. „Wilma ist die weibliche Form von Wilhelm; der Name Wilhelm setzt sich aus ‚willio‘ (Wille) und ‚Helm‘  (Schutzhelm) zusammen. Der Brenner Basistunnel, das „Bauvorhaben des Jahrhunderts“ wird – das kann ganz klar gesagt werden – mit großer Entschlossenheit umgesetzt“, sagte Helga zu uns. Angesichts der Leistung der TBM, die in weniger als zwei Jahren ihre Strecke erfolgreich zurückgelegt haben wird, können wir mit Sicherheit sagen, dass es ihr nicht an Beharrlichkeit gemangelt hat.

Wie geht es nun weiter? Sobald Wilma ihre Reise beendet hat, wird nur mehr die Tunnelbohrmaschinen Olga in der Oströhre des Brenner Basistunnel unterwegs sein. Dort bricht sie die letzten Kilometer aus und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr ihr Ziel erreichen. Mit der Ankunft von Olga werden dann die Vortriebsarbeiten an den Haupttunneln des BBT abgeschlossen sein.
 

Nachläufer der TBM Wilma, 180 Meter lang
Die letzten Meter für die TBM Wilma in Richtung Norden
BRENNER BASISTUNNEL
BBT SE _ BBT SE _ BBT SE _
EIN PROJEKT, DAS VERBINDET
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BRENNER BASISTUNNEL
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EIN PROJEKT, DAS VERBINDET
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