Wolf: Jahresrückblick in Zahlen

Während der letzten zwölf Monate wurde der Zufahrtstunnel Wolf fertig ausgebrochen. Er führt nun 3.600 Meter tief in den Berg, zu einer 280 m² großen Abzweigekaverne, von der eine Zufahrtsrampe direkt zum Erkundungsstollen führt. Ein weiterer Verbindungstunnel – er befindet sich derzeit in Bau – wird den Zufahrtstunnel Wolf mit den beiden künftigen Haupttunnelröhren verbinden.

Im Jahr 2015 haben die Mineure im Zufahrtstunnel Wolf 2.002 Tunnelmeter im Sprengvortrieb ausgebrochen. Dabei wurde gemäß der österreichischen Tunnelbauweise zuerst das obere Drittel (Kalotte) und anschließend der mittlere sowie untere Teil (Strosse und Sohle) Meter für Meter gesprengt. Im Schnitt brachten es die Mineure auf 6 Tunnelmeter am Tag. Die Kosten für die Bauarbeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf ca. 30 Mio. Euro. Hinzu kamen rund 900.000 Euro für Dienstleistungen, wie die örtliche Bauaufsicht, das geotechnische Messteam, die Ausführungsplanung inklusive Geotechniker vor Ort oder den Baustellenkoordinator.

Das Ausbruchsmaterial wird noch im Tunnel in einer eigenen Kaverne vorgebrochen. Danach wird es im Padastertal einer weiteren Aufbereitung zugeführt. Das überschüssige Material wird auf der gleichnamigen Deponie endgelagert. In einem innovativen Aufbereitungsprozess ist es der BBT SE mit ihren Partnern gelungen, aus dem minderwertigen Bündner Schiefer insgesamt 136.000 Tonnen Zuschläge für Beton und 120.000 Tonnen Drainagekies zu produzieren. Das bedeutet, dass bei der Betonherstellung  für die Baustelle Wolf in den vergangenen zwölf Monaten 100% Eigenzuschläge verwendet wurden. Dadurch reduziert sich der Verbrauch von mineralischen Ressourcen, das Deponievolumen verringert sich und es entfallen Transportwege. Die Deponieschüttung belief sich im Jahr 2015 auf 260.000 m³.