Baukosten

Im Rahmen der Kostenermittlung wurden für sämtliche Bauwerke die Einheitspreise auf der Grundlage von mittleren Marktpreisen heranzgezogen. Die Preise wurden auf der Grundlage von Preisverzeichnissen und Ausschreibungspreisen von vergleichbaren Projekten als Mittelwerte ermittelt. Der Kalkulation des Rohbaus liegen die Konzepte der Baulogistikplanung zu Grunde:

Sämtliche Positionen umfassen die Lohnkosten, Stoffkosten und Maschinenkosten sowie die Geschäftskosten und den Gewinn des Unternehmens. Die Einheitspreise stellen daher die Basiskosten mit allgemeiner Risikovorsorge dar (siehe auch ÖGG-Richtlinie, 2005). Sämtliche Einheitspreise wurden auf ihre Plausibilität untersucht und in einer Datenbank verarbeitet. Die derzeitige Kostenermittlung weist einen Betrag von 6.000 Mio. Euro auf Preisbasis 2006 auf.

Die Gesamtkosten setzen sich aus den Basiskosten (B), aus den Kostenanteilen für die Risiken (R) und den Kostenanteilen für die Valorisierung (V) zusammen:

GK =  B +  R + V

Die Valorisierung wurde nicht berücksichtigt.


Finanzierung

Beim Brenner Basistunnel handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt von öffentlichem und internationalem Interesse. Die Europäische Union unterstützt die Studien und Planungen sowie den Bau des Erkundungsstollens mit 50%. Eine weitere europäische Finanzierung im Rahmen der TEN-Projekte für den Finanzierungszeitraum 2007-2013 wurde am 19. November 2007 von der EU-Kommission und am 19. Februar vom EU-Parlament in einem Ausmaß von 786 Mio. Euro zugesagt. Darin sind die 50%-Finanzierung des Erkundungsstollens (weitere 193,35 Mio. Euro) und 27% des Haupttunnels (592,65 Mio. Euro) enthalten. Insgesamt erhofft man, von der EU bis zur Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels einen Beitrag von etwa zwei Milliarden Euro zu erhalten.

In Italien werden auf Grundlage eines speziellen Gesetzes vom 27.12.1997 seit 1998 laufend Gelder von der Brennerautobahn für die Finanzierung der Neuen Brennerbahn und insbesondere des Brenner Basistunnels bereit gestellt.

In Österreich wird seit 1.1.2006 die Wegekostenrichtlinie 2006/38/EG für die Querfinanzierung angewandt. Dadurch wird derzeit im Abschnitt von Innsbruck bis Brenner und künftig von Kufstein bis Brenner ein 25%-Anteil der Mautgebühren für die Querfinanzierung angespart.  Der restliche Finanzierungsanteil muss durch die beiden Staaten aufgebracht werden.

 
 Mit Beteiligung der Europäischen Union aus dem Haushalt der Transeuropäischen Verkehrsnetze Transport (TEN-T) finanziertes Vorhaben.


 

Aktuelle Baustellen

 

BBT-Tunnelsystem

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